Neu eingestellt

Superintendentialkurator Dr. Michael Axmann und Pfr. Rudolf Waron legen Hand an.

Das geht gar nicht, meint die ältere Dame, die auf der linken Seite sitzt. Und ich muss ihr Recht geben: Gar nicht. Superintendentialkurator Dr. Axmann und ich rücken den Tisch wieder in Richtung Altar. Nicht wieder zurück nach oben, sondern nur weniger nah bei den Bänken. Die Bänke sind alt und neu. Beides zugleich: Neu, weil sie noch keine 24 Stunden in der Kirche stehen, alt, weil sie ein paar Jahr älter sind als diejenigen, die am Tag zuvor von Horst Wuthe, Wolfgang Oberegger und mir aus der Verankerung „befreit“ wurden und vorerst in der Garage und auf der Empore eingestellt wurden.

Eingestellt. Zur allfälligen Verwendung: So lautet das Programm, bei dem wir im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen 2017“ die Bänke aus der Michaelskirche in Gratkorn in der Christuskirche in Kapfenberg eingestellt haben.

Es ist wie eine richtige Baustelle, auch Dank der Jause, die Helga Boiger mit dem Team des Frauenkreises vorbereitet hat. So macht Arbeiten Freude. Und Zuschauen auch.

Und so legen wir Hand an, begutachten die Veränderungen und stellen hin und her. Mit dabei auch die Nachbarn von Peggau mit ihrer Kuratorin Bernadette Pfingstl. Schließlich wird aus der Einstellung der Bänke eine neue Sitz-„Ordnung“. Probesitzen. Dann der Altartisch. Der muss näher rücken, aber wie eingangs schon bemerkt, nicht zu nahe. Astrid Frankl-Wiesinger holt noch die Teppiche vom Jugendheim und schon haben wir eine provisorische Aufstellung: In U-Form mit dem Tisch am offenen Ende und den Teppichen in der Mitte.

Als noch die Singgruppe von ihrer Probe in den Kirchenraum kommt, wird es draußen schon dunkler. Das Sonnenlicht, das die vergangenen Stunden so wunderbar durch die Seitenfenster geflutet ist, weicht einer angenehm warmen Abendstimmung, die durch Kerzen am Altar noch verstärkt wird. Wir singen gemeinsam und finden: Die neue Anordnung der Bänke tut unserer Gemeinschaft gut. Geht doch!

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